Hilft Algensalbe bei Besenreisern? Das sagen Experten!
- 2026 - Anzeigensonderveröffentlichung
- 4. Mai
- 6 Min. Lesezeit
Kann der Wirkstoff der Algensalbe mit der Medizin mithalten?

Blaue oder rötliche Äderchen an den Beinen sind für viele Menschen ein Grund, auch im Sommer eher zu langen Hosen zu greifen. Diese sogenannten Besenreiser sind zwar meist harmlos, werden aber oft als optisch störend empfunden. Wer sich nicht direkt einer schmerzhaften Behandlung beim Arzt unterziehen möchte, sucht oft nach Alternativen. Das Veröden oder Lasern ist mit Kosten und teilweise Unbehagen verbunden, weshalb pflegende Salben hoch im Kurs stehen. In diesem Artikel untersuchen wir, ob die moderne Algensalbe mit klassischen Wirkstoffen aus der Medizin mithalten kann.
Inhaltsverzeichnis
Was sind Besenreiser und wie entstehen sie?
Um zu verstehen, wie bestimmte Wirkstoffe helfen können, muss man zunächst die Biologie hinter den bläulichen Netzen betrachten. Besenreiser sind eine Unterform von Krampfadern, betreffen jedoch ausschließlich die allerkleinsten Blutgefäße in der obersten Hautschicht. In der Fachsprache werden sie oft als Besenreiservarianten oder Teleangiektasien bezeichnet.
Der Ursprung dieses Phänomens liegt meist in einer Funktionsschwäche der Venen. Normalerweise transportieren die Venen das Blut entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen. Dabei helfen die sogenannten Venenklappen, die wie Rückschlagventile funktionieren. Wenn diese Klappen nicht mehr präzise schließen oder die Wände der Gefäße an Spannkraft verlieren, sackt das Blut der Schwerkraft folgend nach unten. Es entsteht ein Rückstau, der einen erhöhten Druck auf die feinen Kapillarwände ausübt. Da diese Gefäße sehr zart sind, geben sie dem Druck nach und dehnen sich aus. Durch diese Dehnung werden sie als rötliche oder dunkelblaue Linien durch die Haut hindurch sichtbar. Häufig werden diese blauen Verästelungen an den Beinen oder Knöcheln sichtbar.
Welche Wirkstoffe gegen Besenreiser gibt es?
In der Welt der Venenpflege gibt es eine Handvoll Wirkstoffe, die immer wieder auftauchen. Diese lassen sich grob in pflanzliche Extrakte und medizinisch-synthetische Stoffe unterteilen. Alle verfolgen das Ziel, die Durchlässigkeit der Gefäße zu verringern oder die Fließeigenschaften des Blutes zu beeinflussen.
Rosskastanie
Die Rosskastanie ist der absolute Klassiker, wenn es um müde Beine und sichtbare Adern geht. Der entscheidende Inhaltsstoff ist das Aescin. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich dabei um ein Gemisch aus über 30 verschiedenen Einzelsubstanzen.
Die Wirkung lässt sich vereinfacht so erklären: Aescin wirkt wie ein biologisches Dichtungsmittel für die Gefäßwände. Es sorgt dafür, dass weniger Flüssigkeit aus den feinen Kapillaren in das umliegende Gewebe austritt. Dadurch wird nicht nur die Bildung von Schwellungen reduziert, sondern die Venen behalten auch eher ihre Form. In der Dermatologie wird dieser Effekt als vasoprotektiv (gefäßschützend) bezeichnet.
Rotes Weinlaub
Extrakte aus rotem Weinlaub enthalten eine hohe Konzentration an Flavonoiden. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind für ihre schützende Wirkung auf die Innenauskleidung der Blutgefäße bekannt.
Man kann sich das wie eine Schutzschicht vorstellen, die verhindert, dass Entzündungsbotenstoffe die Gefäßwände angreifen. Studien deuten darauf hin, dass die regelmäßige Anwendung die sogenannte kapillare Filtration verbessert. Das bedeutet, dass der Stoffaustausch in den kleinsten Gefäßen wieder geordneter abläuft und der Druck auf die Besenreiser sinkt.
Vitamin K
Vitamin K wird oft in Cremes gegen Couperose (Rötungen im Gesicht) oder Besenreiser eingesetzt. Der Grund dafür ist seine fundamentale Rolle bei der Blutgerinnung und der Stabilität von Blutgefäßen.
Besonders das Vitamin K1 soll dabei helfen, die feinen Kapillarwände zu festigen und so das „Durchschimmern“ der roten Äderchen zu mildern. In der Forschung wird zudem untersucht, ob Vitamin K dazu beitragen kann, die Kalkablagerungen in den Gefäßen zu regulieren, was indirekt die Elastizität der Venen fördert.
Heparin
Heparin ist ein medizinischer Wirkstoff, der klassischerweise zur Vorbeugung von Thrombosen eingesetzt wird. In Form von Salben wird es bei Besenreisern genutzt, um die Fließeigenschaften des Blutes in den gestauten Arealen zu verbessern.
Es wirkt gerinnungshemmend und kann dabei helfen, kleine Mikro-Blutgerinnsel aufzulösen, die in den erweiterten Äderchen entstehen könnten. Allerdings ist Heparin eher ein Wirkstoff für akute Entlastung und weniger für die langfristige Festigung des Gewebes gedacht.
Algenextrakt
Algenextrakte zeichnen sich durch eine extrem hohe Nährstoffdichte aus. Algen enthalten Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium sowie Vitamine, die für die Kollagensynthese in der Haut wichtig sind.
Besonders Extrakte aus der Chlorella-Alge rücken in den Fokus. Diese enthalten kollagenähnliche Bestandteile, die das Bindegewebe um die Besenreiser herum stärken können. Im Gegensatz zu reinen „Gefäßmitteln“ verfolgt die Alge einen ganzheitlichen Ansatz, indem sie die Hautelastizität erhöht und gleichzeitig die Mikrozirkulation unterstützt.
Welche Probleme bringen die üblichen Wirkstoffe mit sich?
Trotz ihrer Bekanntheit haben viele Standard-Wirkstoffe in der Praxis entscheidende Nachteile. Ein Hauptproblem ist der Fokus auf rein symptomatische Effekte: Viele Venengels setzen massiv auf Kühlung durch Menthol, was zwar kurzzeitig Entlastung bringt, aber die Ursache – das schwache Bindegewebe und die gedehnten Gefäßwände – unberührt lässt. Zudem ist die Konzentration der Wirkstoffe oft so gering, dass sie die Hautbarriere kaum durchdringen können.
Ein weiteres Manko ist die fehlende Pflegewirkung. Da medizinische Gele meist auf Alkoholbasis formuliert sind, entziehen sie der Haut bei regelmäßiger Anwendung Feuchtigkeit. Dies führt zu spröder Haut, die an Spannkraft verliert und den Gefäßen weniger äußeren Halt bietet. Synthetische Zusatzstoffe bergen zudem das Risiko von Hautirritationen oder Kontaktallergien bei langfristiger Nutzung
Was ist Algensalbe überhaupt?
Die Algensalbe ist eine spezielle Form der Körperpflege, die gezielt für die Bedürfnisse von Beinen mit Besenreisern entwickelt wurde. Im Zentrum der Formulierung steht der Extrakt der Grünalge Chlorella vulgaris. Um diesen für die Haut optimal nutzbar zu machen, wird er so aufbereitet, dass die wertvollen, zellulären Bestandteile die Hautbarriere effektiv erreichen können.
Anders als viele rein medizinische Gele basiert eine hochwertige Algensalbe auf einer reichhaltigen Basis aus natürlichen Inhaltsstoffen. Dazu gehören unter anderem:
Pflegende Öle: Hochwertiges Avocadoöl, Arganöl, Mandelöl und Sojaöl liefern wichtige Lipide für die Haut.
Feuchtigkeitsspender: Aloe Vera und Shea Butter unterstützen die Hautregeneration und spenden intensive Feuchtigkeit.
Schützende Komponenten: Vitamin E und Sonnenblumenöl wirken als Antioxidantien.
Warum ist Algensalbe bei Besenreiser sinnvoll?
Ein entscheidender Faktor bei dieser Entwicklung ist der Zustand des umliegenden Gewebes. Ein stabiles Bindegewebe sowie ein hoher Anteil an Kollagen sind essentiell, um die Gefäßwände in den Beinen von außen zu stützen. Wenn diese Stützfunktion nachlässt, haben die feinen Adern kaum noch Widerstand und weiten sich leichter aus. Hier zeigt sich bereits, warum die Festigung des Bindegewebes so wichtig für das Erscheinungsbild der Beine ist.
Die Anwendung von Algensalbe ist bei Besenreisern deshalb so vielversprechend, weil sie direkt an der Struktur des Bindegewebes ansetzt. Die enthaltene Alge Chlorella vulgaris bringt Eigenschaften mit, die weit über eine normale Feuchtigkeitspflege hinausgehen:
Unterstützung der Hautstruktur: Der Algen-Wirkstoff kann die Bildung von Kollagen und Elastin stimulieren, was für die Festigkeit des Gewebes entscheidend ist.
Gefäßwandschutz: Durch die Festigung des Bindegewebes erhalten die feinen Gefäße in den Beinen mehr äußeren Halt, wodurch das Ausdehnen der Äderchen reduziert werden kann.
Verbesserung der Mikrozirkulation: Die Inhaltsstoffe tragen dazu bei, die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen (Kapillaren) zu unterstützen, was das optische Verblassen roter Äderchen fördern kann.
Erhöhung der Elastizität: Die Kombination aus Algen-Extrakt und wertvollen Pflanzenölen wie Argan- und Avocadoöl verhindert den Abbau stützender Faserproteine und kann die Hautfestigkeit spürbar erhöhen.
Gibt es Studien zur Wirkung von Algen gegen Besenreiser?
Die Forschung zu Algen in der Kosmetik hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, da immer mehr bioaktive Verbindungen in diesen Meerespflanzen entdeckt wurden. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Inhaltsstoffe wie Alginat und Fucoidan über regenerative Eigenschaften verfügen und die Hautelastizität maßgeblich fördern können.
Im Hinblick auf Besenreiser und Gefäße stehen vor allem Extrakte im Fokus, die die Mikrozirkulation und das Bindegewebe beeinflussen:
Verbesserung der Mikrozirkulation: Studien zur Grünalge Chlorella vulgaris zeigen, dass diese das Erscheinungsbild von Besenreisern verbessern und rote Äderchen verblassen lassen kann.
Stärkung des Bindegewebes: Untersuchungen belegen, dass Algen-Extrakte die Stimulation der Kollagen- und Elastinbildung unterstützen können.
Schutz der Gefäße: Ein hoher Anteil an Antioxidantien in den Algen hilft dabei, freie Radikale zu neutralisieren und so die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, was zur Stärkung der Blutgefäße beitragen kann.
Prävention: Durch die Vorbeugung des Abbaus stützender Faserproteine wird die Hautfestigkeit erhöht, was die Gefäßwände stabilisiert und der Entstehung neuer Besenreiser entgegenwirkt.
Fazit: Wie lassen sich Besenreiser am besten loswerden?
Während klassische Venenmittel oft auf aggressive Kühlung oder austrocknende Alkohole setzen, bietet die Algensalbe einen wissenschaftlich fundierten und deutlich sanfteren Weg. Wer seine Haut nicht durch Reizungen stressen möchte, findet in der Wirkstoffkombination aus Algen-Extrakt und hochwertigen Bio-Ölen eine echte Alternative. Die Salbe überdeckt die Problematik nicht nur oberflächlich, sondern kann das Bindegewebe stärken und die Gefäßwände von außen stabilisieren. Letztlich ist der beste Weg zu gepflegten Beinen eine Kombination aus konsequenter Anwendung und einem Wirkstoff, der die Hautbarriere mit Lipiden und Feuchtigkeit schützt, anstatt sie zusätzlich zu belasten.
Quellen:
Y. L. Lim, S. L. Mok: In vitro vascular effects produced by crude aqueous extract of green marine algae, Cladophora patentiramea (Mont.) Kützing, in aorta from normotensive rats; 2010; PMID: 20516701 DOI: 10.1159/000312711
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H. Kiesewetter, J. Koscielny, U. Kalus, J. M. Vix: Efficacy of orally administered extract of red vine leaf AS 195 (folia vitis viniferae) in chronic venous insufficiency (stages I-II). A randomized, double-blind, placebo-controlled trial, 2000, DOI:10.1055/s-0031-1300174
