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Haarausfall bei Frauen ab 40: Warum er oft übersehen wird

  • 2026 - Anzeigensonderveröffentlichung
  • vor 1 Tag
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 15 Stunden

Haarausfall ist nicht nur ein Männerproblem



Haarausfall bei Frauen ab 40
Ab dem 40. Lebensjahr finden auch Frauen oft vermehrt lose Haare in der Bürste.



Dünner werdendes Haar, eine lichter werdende Scheitelpartie oder vermehrt lose Strähnen in der Bürste: Haarausfall betrifft Frauen ab 40 weitaus häufiger, als öffentlich thematisiert wird. Wenn das Haar an Fülle verliert, kratzt das massiv am Selbstbewusstsein. Dennoch wird das Problem im Alltag oft verschwiegen oder schlicht übersehen. Dabei ist der frühzeitige Blick auf die Ursachen der wichtigste Schritt, um die Haargesundheit langfristig zu stabilisieren und den Haarwurzeln das zu geben, was sie jetzt brauchen.




Warum kommt Haarausfall bei Frauen ab 40 häufiger vor als man denkt?


In den Köpfen vieler Menschen und auch in den Medien ist Haarausfall nach wie vor fest als typisch männliches Phänomen verankert. Die klassische Glatze oder Geheimratsecken sind unübersehbar und gesellschaftlich als biologische Normalität akzeptiert. Bei Frauen hingegen wird lichtes Haar tabuisiert. Da der Haarverlust bei Frauen meist schleichender und großflächiger verläuft, lässt er sich in den Anfangsstadien gut durch geschicktes Styling oder Frisurenwechsel kaschieren. Das führt dazu, dass das Problem in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit kaum stattfindet.


Die medizinische Realität zeichnet ein völlig anderes Bild. Statistisch gesehen bemerkt fast jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens, dass die Haardichte nachlässt – mit einem deutlichen Peak ab dem 40. Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt beginnen im weiblichen Körper die ersten hormonellen Umstellungen, die sich direkt auf den Wachstumszyklus der Haare auswirken. Es handelt sich also keineswegs um ein seltenes Einzelschicksal, sondern um eine biologische Begleiterscheinung des Älterwerdens, die Millionen Frauen betrifft.


Viele Betroffene zögern den Gang zum Arzt oder zur Haarspezialistin monatelang hinaus. Aus Scham oder in der Hoffnung, dass es sich nur um eine temporäre Phase handelt, wird zunächst viel Zeit und Geld in herkömmliche Drogerieshampoos investiert. Erst wenn die Kopfhaut durch die lichter werdenden Haare hindurchschimmert oder der Zopf spürbar dünner wird, suchen Frauen professionellen Rat. Zu diesem Zeitpunkt sind oft schon viele Haarfollikel in die Ruhephase übergegangen, was den anschließenden Regenerationsprozess langwieriger macht.




Was hinter dem Haarausfall ab 40 wirklich steckt


Wenn das Haar vermehrt ausfällt, liegt das selten an einer mangelnden äußeren Hygiene. Vielmehr reagieren die empfindlichen Haarfollikel extrem sensibel auf biochemische und systemische Veränderungen innerhalb des Körpers. Ab dem 40. Lebensjahr kommen meist mehrere Faktoren zusammen, die das Haarwachstum ausbremsen.


Hormonelle Veränderunge

Die Phase ab 40 markiert für die meisten Frauen die sogenannte Perimenopause – die Übergangsphase in die Wechseljahre. Der gesamte Hormonhaushalt stellt sich in dieser Zeit schrittweise um. Die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone wird unregelmäßiger, was direkten Einfluss auf alle Gewebearten hat, die von Östrogenen gesteuert werden. Da die Haarfollikel zu den am schnellsten teilenden Zellen des Körpers gehören, zeigt sich diese hormonelle Instabilität hier besonders früh und deutlich.


Sinkender Östrogenspiegel 

Östrogene fungieren für das Frauenhaar wie ein natürlicher Schutzschild und Wachstumsmotor. Sie verlängern die sogenannte Anagenphase – also die Zeitspanne, in der das Haar aktiv wächst und in der Kopfhaut verankert bleibt. Sinkt der Östrogenspiegel ab 40 ab, schrumpft dieser Schutzschild. Gleichzeitig erlangen die im weiblichen Körper natürlicherweise vorhandenen männlichen Hormone (Androgene) ein relatives Übergewicht. Bei Frauen mit einer genetischen Empfindlichkeit führt dies dazu, dass die Haarwurzeln verkümmern, die Wachstumsphase sich drastisch verkürzt und die Haare vorzeitig ausfallen.


Schilddrüse, Eisenmangel und Stress

Neben den Sexualhormonen blockieren oft noch andere Baustellen im Körper das Haarwachstum. Eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse bringt den gesamten Zellstoffwechsel durcheinander und führt häufig zu diffusem Haarausfall. Ebenso chronisch ist das Thema Eisenmangel: Frauen, die über Jahre hinweg eine starke Menstruation hatten, verfügen oft über leere Eisenspeicher (Ferritin). Da Eisen maßgeblich für den Sauerstofftransport zu den Zellen verantwortlich ist, hungern die Haarwurzeln bei einem Mangel regelrecht aus. Kommt dann noch chronischer privater oder beruflicher Stress hinzu, schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. Dieses Stresshormon kann Entzündungsprozesse an der Haarwurzel triggern und die Haare vorzeitig in die Ausfallphase (Telogenphase) katapultieren.



In der Praxis lässt sich selten nur ein einziger Sündenbock ausmachen. Häufig ist es die Kombination aus dem sinkenden Östrogenspiegel, einem unentdeckten Nährstoffdefizit und anhaltendem Alltagsstress, die das Fass zum Überlaufen bringt. Die Faktoren verstärken sich gegenseitig, was eine ganzheitliche Betrachtung und Behandlung notwendig macht.




Wie unterscheidet sich Haarausfall bei Frauen von dem bei Männern?


Während Männer typischerweise unter dem hormonell-erblichen Haarausfall leiden, der sich durch scharf abgegrenzte Geheimratsecken und eine Tonsur am Hinterkopf auszeichnet, zeigt sich das Bild bei Frauen grundlegend anders. Frauen behalten in den allermeisten Fällen ihre vordere Haarlinie bei. Der Haarverlust breitet sich stattdessen diffus über den gesamten Oberkopf aus. Das Haar wird insgesamt dünner, verliert an Volumen und Substanz, führt aber extrem selten zu komplett kahlen Stellen.


Das deutlichste erste Anzeichen für weiblichen Haarausfall ist die Scheitelregion. Zieht man einen Mittelscheitel, fällt auf, dass der Streifen der sichtbaren Kopfhaut im Laufe der Zeit immer breiter wird. Das Haar lichtet sich vor allem in diesem Bereich zuerst, da die Haarfollikel auf dem Oberkopf die höchste Dichte an Androgen-Rezeptoren aufweisen und somit am empfindlichsten auf den Östrogenabfall reagieren.


Es ist völlig normal, täglich zwischen 80 und 100 Haare zu verlieren. Diese fallen im Zuge des natürlichen Erneuerungszyklus aus und werden durch neue Haare ersetzt. Von echtem Haarausfall (Alopezie) spricht man, wenn über einen Zeitraum von mehreren Wochen täglich deutlich mehr als 100 Haare in der Bürste, im Duschabfluss oder auf dem Kopfkissen landen. Ein weiteres Warnsignal ist, wenn die nachwachsenden Haare spürbar feiner, kürzer und flaumartiger wirken als das restliche Haar.




Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?


Kosmetische Pflege stößt an Grenzen, wenn die Ursache für den Haarausfall tiefer im Körper liegt. Um die Haarwurzeln rechtzeitig zu retten, ist eine medizinische Abklärung wichtig.


Bestimmte Anzeichen zeigen sofort, dass ein Arztbesuch notwendig ist:


  • Der Haarausfall hält ohne Unterbrechung länger als sechs Monate an.


  • Es fallen büschelweise Haare beim einfachen Durchfahren mit den Fingern aus.


  • Die Kopfhaut beginnt zusätzlich stark zu jucken, zu brennen oder sich zu schuppen.


  • Es bilden sich kreisrunde, komplett kahle Stellen auf der Kopfhaut.



Die wichtigsten Blutwerte im Labor


Um organische Ursachen auszuschließen, ist ein großes Blutbild beim Arzt der sicherste Weg. Dabei sollten spezifische Werte genau analysiert werden:


  • Ferritin: Zeigt den tatsächlichen Füllstand der Eisenspeicher an (ein normaler Hämoglobinwert reicht bei Haarausfall oft nicht aus).


  • TSH, fT3 und fT4: Geben Aufschluss über die Funktion der Schilddrüse.


  • Vitamin D3 und Zink: Beide Nährstoffe sind elementar für die Zellteilung im Haarfollikel.


  • Hormonstatus: Bei Bedarf kann ein Gynäkologe das Verhältnis von Östrogenen zu Androgenen bestimmen.


Dermatologen sind die Primäransprechpartner für Haarausfall, da sie mithilfe einer computergestützten Kopfhautanalyse (Trichoscan) die genaue Dichte und den Zustand der Haarwurzeln beurteilen können. Liegt der Verdacht nahe, dass ein tiefgreifendes hormonelles Ungleichgewicht vorliegt, hilft eine endokrinologische Praxis weiter, um den Hormonstoffwechsel gezielt zu regulieren.




Was kann man selbst tun?


Neben der medizinischen Abklärung lässt sich das Haarwachstum durch die täglichen Gewohnheiten und die richtige Pflege von außen effektiv unterstützen. Die Haarwurzeln benötigen jetzt eine optimale Versorgung und Schutz vor oxidativem Stress.


Ernährung

Eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung ist die Basis für starkes Haar, da Haare im Wesentlichen aus dem Protein Keratin bestehen. Hochwertige Aminosäuren aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch oder magerem Fleisch liefern die Bausteine für die Haarsubstanz. Zudem fangen Antioxidantien aus Beeren, grünem Gemüse und Zitrusfrüchten freie Radikale ab, die andernfalls die Haarzellen schädigen würden. Gesunde Fette, wie Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl oder Walnüssen, halten die Kopfhaut geschmeidig.


Stressreduktion 

Da chronischer Stress den Hormonhaushalt zusätzlich belastet und die Durchblutung der Kopfhaut drosselt, sind gezielte Ruheinseln im Alltag essenziell. Techniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Yoga oder schlicht regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft senken den Cortisolspiegel messbar. Das entlastet die strapazierten Haarwurzeln und gibt ihnen die nötige Energie zurück, um in der Wachstumsphase zu bleiben.


Die richtige Kopfhautpflege 

Die Kopfhaut ist der Nährboden für gesundes Haar. Aggressive Shampoos mit scharfen Tensiden und Silikonen sollten gemieden werden, da sie die Poren verstopfen und die Haut austrocknen können. Stattdessen empfiehlt sich eine regelmäßige Kopfhautmassage, um die Durchblutung anzuregen und die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Eine gezielte Unterstützung bietet hier das Rezilin Basilikum-Extrakt Haaröl. Der enthaltene Basilikum-Extrakt kann die Haarwurzeln stärken und versorgt die reife Kopfhaut intensiv mit Feuchtigkeit. Das Öl wird einfach vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert, um die Verankerung der Haare im Follikel zu kräftigen.




Welche Wirkstoffe sind bei hormonell bedingtem Haarausfall sinnvoll?


Um dem hormonell bedingten Absterben der Haarfollikel entgegenzuwirken, setzt die moderne Haarforschung auf anregende Wirkstoffe. Koffein ist dafür bekannt, die Durchblutung der feinsten Blutgefäße (Kapillaren) rund um die Haarwurzel akut zu steigern und den negativen Effekten von Androgenen entgegenzuwirken. Pflanzliche Extrakte – wie eben Basilikum – enthalten hochkonzentrierte sekundäre Pflanzenstoffe, die oxidativen Stress minimieren und die Zellteilung im Follikel positiv beeinflussen können.


Viele medizinische Haartinkturen enthalten synthetische Hormone oder aggressive Alkohole, die die Kopfhaut stark austrocknen, zu Juckreiz führen und bei Absetzen der Produkte oft einen erneuten, heftigen Haarausfall auslösen. Sanfte, hormonfreie Alternativen sind weitaus verträglicher für die tägliche Langzeitanwendung. Das Rezilin Haaröl kombiniert Koffein und einen speziellen Basilikum-Extrakt auf rein natürlicher, hormonfreier Basis. Es pflegt die empfindliche Kopfhaut, ohne den körpereigenen Hormonhaushalt künstlich zu beeinflussen oder Irritationen hervorzurufen.


Was ist in 8–12 Wochen möglich?

Haarwachstum erfordert biologisch bedingt extreme Geduld. Ein Haar wächst im Schnitt nur etwa einen Zentimeter pro Monat. Innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen einer veränderten Pflegeroutine stabilisiert sich in der Regel zunächst die Kopfhaut, und der übermäßige Haarausfall kann spürbar nachlassen. Nach acht bis zwölf Wochen konsequenter Anwendung zeigt sich oft der eigentliche Erfolg: Die Haarwurzeln regenerieren sich, und die ersten feinen Härchen beginnen, in den lichter gewordenen Bereichen des Scheitels nachzuwachsen. Das Haar wirkt insgesamt wieder griffiger und gewinnt an natürlichem Stand.




Fazit


Haarausfall ab 40 ist kein unveränderbares Schicksal, sondern ein Zustand, den man aktiv und erfolgreich behandeln kann. Die wichtigsten Säulen für den Erfolg sind eine fundierte Abklärung der Blutwerte beim Arzt, eine nährstoffreiche Ernährung zur inneren Stärkung sowie eine milde, hormonfreie Außenpflege, die die Durchblutung der Kopfhaut anregt und die Haarwurzeln gezielt kräftigt.








Quellen

  • Chaikittisilp, S. et al. (2022). Prevalence of female pattern hair loss in postmenopausal women: A cross-sectional study. Menopause, 29(4).

  • Endo, Y. et al. (2023). Clinical and phototrichogrammatic evaluation of estradiol replacement therapy on hair growth in postmenopausal Japanese women with female pattern hair loss: A pilot study. International Journal of Women's Dermatology / PubMed.

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