• Sandra Ruben

Hyperhidrose Behandlung: Ist extremes Schwitzen heilbar?

Extremes Schwitzen ist für die Betroffenen oft eine große Belastung. Wir verraten effektive Behandlungsmöglichkeiten.


Hyperhidrose Behandlung

Starke Schweißflecken sind oft peinlich - vor allem in wichtigen Situationen wie beispielsweise einem Bewerbungsgespräch oder einem Date. Noch schlimmer wird es jedoch, wenn das übermäßige Schwitzen nicht auf die Aufregung zurückzuführen ist, sondern mehr oder weniger dauerhaft präsent ist. Zusammengefasst wird die Erkrankung unter dem Suchbegriff Hyperhidrose. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über Ursachen, Behandlung und Heilungschancen!



Inhaltsverzeichnis:





Was ist Hyperhidrose?


Jeder Mensch schwitzt, das ist ganz normal. Das Schwitzen ist ein lebensnotwendiger Prozess, der zur Wärmeregulation dient und den Körper vor dem Überhitzen schützt. Über die Schweißdrüsen wird hierfür ein wässriges Sekret abgegeben - teils bis zu mehrere Liter täglich. Hyperhidrose (Hyperhidrosis), das sich aus den griechischen Begriffen für “noch mehr, über … hinaus” und “Schweiß” zusammensetzt, bezeichnet demgegenüber ein krankhaftes, übermäßiges Schwitzen. Die Schweißproduktion geht über die Regulierung der Körpertemperatur hinaus. Bei der Hyperhidrose handelt es sich demnach um eine Fehlfunktion des Schwitzens, die nicht anhand der Schweißmenge bestimmt wird. Rund 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Hyperhidrose kann lokal oder generalisiert auftreten und ist für die Betroffenen oft mit einer großen psychischen Belastung und einer eingeschränkten Lebensqualität verbunden.





Welche Ursachen hat Hyperhidrose?


Grundsätzlich haben Hyperhidrose-Patienten nicht mehr Schweißdrüsen, die Drüsen selbst sind auch nicht vergrößert. Stattdessen ist das extreme Schwitzen auf eine Überstimulation der Schweißdrüsen durch das vegetative Nervensystem zurückzuführen. Es wird in zwei Formen der Hyperhidrose unterschieden, denen unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen.


Primäre Hyperhidrose

Für die primäre Hyperhidrose gibt es keine erkennbaren Ursachen, weder innere Erkrankungen, noch externe Faktoren sind in diesem Fall für die überaktiven Schweißdrüsen verantwortlich. Die Störung des vegetativen Nervensystems ist erblich bedingt, weshalb die Hyperhidrose in einer Familie gehäuft auftritt. Die primäre Hyperhidrose zeigt sich oft im Kindes- oder Jugendalter erstmals. Üblicherweise tritt die primäre Hyperhidrose fokal auf, das heißt sie zeigt sich nur an spezifischen Körperstellen wie den Achselhöhlen (axilläre Hyperhidrose), an der Stirn, den Handflächen (palmare Hyperhidrose), den Fußsohlen (plantare Hyperhidrose) sowie im Leistenbereich. An diesen Körperstellen befinden sich viele Schweißdrüsen.

Demgegenüber kann die Hyperhidrose auch generalisiert auftreten, also den gesamten Körper betreffen. Einzelne Bereiche sind in dem Fall nicht stärker betroffen als andere.

Sekundäre Hyperhidrose

Die sekundäre Hyperhidrose ist oft eine Begleiterscheinung spezieller Krankheiten. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie z.B. Betablocker, Schilddrüsenhormone, Antidepressiva oder Kortison können eine sekundäre Hyperhidrose auslösen. Meist ist hier der gesamte Körper betroffen.


Verantwortlich sind oft Hormon- und Stoffwechselerkrankungen. Typische Krankheiten, die eine sekundäre Hyperhidrose auslösen können, sind:

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Infektionskrankheiten (z.B. Grippe, Aids, Blutvergiftung, Tuberkulose)

  • Parkinson

  • Unterzucker bei Diabetes

  • Herzschwäche

  • Blutarmut

  • rheumatische Erkrankungen

  • Krebserkrankungen

  • psychische Leiden (z.B. Angststörungen, Panikattacken, Depressionen)

  • starkes Übergewicht

Auch hormonelle Veränderungen (z.B. Wechseljahre, Schwangerschaft) können ein übermäßiges Schwitzen verursachen.



Was sind Hyperhidrose Symptome?


In erster Linie äußert sich die Hyperhidrose durch starkes Schwitzen, welches jedoch nicht durch äußere Einflüsse wie körperliche Anstrengung oder Hitze beantwortbar ist. Hyperhidrose-Patienten schwitzen anfallsartig mehrmals täglich oder wöchentlich, entweder nur an bestimmten Stellen wie z.B. den Fußsohlen oder aber am gesamten Körper. Bei einer stark ausgeprägten Hyperhidrose bilden sich nicht nur Schweißperlen, sondern der Schweiß fließt, sodass z.B. die Handflächen und Fußsohlen völlig nass sind. Bei der primären Hyperhidrose kommt es normalerweise nicht zum Nachtschweiß. Eine nächtliche Hyperhidrose und weitere Symptome wie Kurzatmigkeit, Fieber oder eine Konzentrations- und Leistungsschwäche weisen auf eine sekundäre Hyperhidrose in Folge einer vorliegenden Grunderkrankung hin.

Anhand der Symptome lässt sich die Hyperhidrose in drei unterschiedliche klinische Schweregrade unterteilen (A = axilläre Hyperhidrose; P = plantare Hyperhidrose):

​I - leichte Hyperhidrose

A + P: deutlich vermehrte Hautfeuchtigkeit

A: Schwitzflecke mit 5–10 cm Durchmesser


II - mäßig starke Hyperhidrose

​A + P: Bildung von Schweißperlen

A: Schwitzflecke mit 10–20 cm Durchmesser

H: Schwitzen auf Handflächen und Fußsohlen begrenzt

​III - starke Hyperhidrose

A + P: Schweiß tropft ab

A: Schwitzflecke mit > 20 cm Durchmesser

P: Schwitzen auch an Rückseiten der Finger und Zehen sowie am seitlichen Rand von Hand und Fuß





Wie erfolgt die Diagnose der Hyperhidrose?


Nicht jeder, der stark schwitzt, leidet an Hyperhidrose. Nur, sofern das Schwitzen unabhängig von der Wärmeregulierung (z.B. bei Hitze oder Sport) auftritt, handelt es sich um eine medizinisch relevante Erkrankung. Die Diagnose wird durch einen Hautarzt durchgeführt und basiert auf einer Anamnese, klinischen Untersuchungen und ggf. speziellen Tests. Für das vorliegen einer Hyperhidrosis gibt es keine allgemeingültigen Labor- oder Messwerte.



Allgemeine Anamnese

Typische Anamnesepunkte für die Feststellung einer primären Hyperhidrose sind:

  • Beginn der Symptome im Kindes- oder Jugendalter (< 25 Jahre). Das Schwitzen im Bereich der Hände tritt oft schon vor der Pubertät auf.

  • Auftreten des Schwitzens unabhängig von der Temperatur, unvorhersehbar und nicht willentlich kontrollierbar

  • Begrenztes Auftreten in einer oder mehreren Bereichen, beidseitig/symmetrisch

  • Auftreten öfter als 1x wöchentlich mit Beeinträchtigung im Alltag

  • kein Nachtschweiß

  • weitere Familienangehörige betroffen

Die Hyperhidrose hat oft auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, weshalb bei der Diagnose auch die Einschränkung der Lebensqualität von Bedeutung ist. Hier sollen die Patient*innen einstufen, inwiefern das übermäßige Schwitzen erträglich ist und/oder die alltäglichen Aktivitäten einschränkt.



Untersuchungen

Körperliche Untersuchungen können Auskunft darüber geben, ob es sich um eine sekundäre Hyperhidrose handelt, also starkes Schwitzen aufgrund einer vorliegenden Erkrankung. Dazu zählen zum Beispiel Blutanalysen, bildgebende Verfahren oder ein EKG. Auf diese Weise lassen sich Hormonstörungen, Tumore oder Herzerkrankungen als Auslöser bestimmen oder ausschließen.

Tests bei fokaler Hyperhidrose

Begrenzt sich übermäßiges Schwitzen ausschließlich auf bestimmte Körperstellen, können spezifische Hyperhidrose-Tests bei der Diagnose helfen.


  • Jod-Stärke-Test nach Minor: Durch den Jod-Stärke-Test bzw. Minor-Test können Körperstellen farblich markiert werden, die vom übermäßigen Schwitzen betroffen sind. Der schwitzende Bereich wird abgetrocknet, dann wird eine Jodlösung aufgetragen und anschließend dünn mit Stärkepulver bestäubt. Dort, wo übermäßig viel Schweiß austritt, färbt sich das Gemisch blauschwarz. Über den Schweregrad der Hyperhidrose kann anhand des Tests jedoch keine Aussage getroffen werden. Er kommt meist nur dann zum Einsatz, wenn das Areal nicht klar bestimmt werden kann.

  • Gravimetrie: Mithilfe von herkömmlichem Filterpapier (z.B. Kaffeefilter) wird die in einem vorab festgelegten Zeitfenster (meist 5 Minuten) abgesonderte Schweißmenge aufgenommen und mit einer Ultrafeinwaage ausgewogen. Die Gravimetrie ist vor allem hilfreich, um den Fortschritt einer Therapie zu dokumentieren. Die individuelle Aussagekraft ist jedoch eingeschränkt, da es zu Schwankungen bezüglich der Schweißmenge kommen kann. Auch die auftretenden Schweißattacken beeinträchtigen die Ergebnisse.


Besteht der Verdacht einer Hyperhidrose, sollte man alsbald den Hausarzt aufsuchen. Im Zuge der Untersuchung wird er für gewöhnlich an einen Dermatologen verweisen.


Wie sieht die Hyperhidrose Behandlung aus?


Die Behandlung der Hyperhidrose richtet sich nach der Art sowie dem Schweregrad der Erkrankung und danach, wie sehr der Alltag eingeschränkt wird. Zur Behandlung stehen einige Therapieverfahren zur Auswahl, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden sollten. Die Möglichkeiten umfassen hier spezielle Deodorants oder Cremes, bis hin zu Medikamenten oder operativen Eingriffen. Liegt eine sekundäre Hyperhidrose vor, richtet sich die Behandlung nach der zugrundeliegenden Erkrankung. Wird diese behandelt, bessert sich normalerweise auch das übermäßige Schwitzen. Für gewöhnlich erfolgt die Therapie in einer bestimmten Reihenfolge, die sich gegebenenfalls anpassen lässt. Ist die topische Therapie beispielsweise nicht ausreichend, kann dann in weiteren Schritten eine Iontophorese oder auch die Behandlung mit Botox erfolgen.



Hyperhidrose Behandlung: #1 Antitranspiranzien

Als erste Behandlungsmaßnahme kommen für gewöhnlich Antitranspiranzien in Frage. Die Wirkung der Deodorants für die Achseln und Cremes für die Hände und Füße basiert auf Aluminiumsalzen, durch die die Schweißdrüsen vorübergehend blockiert werden. Auf diese Weise soll die Schweißmenge reduziert werden. Da es keinen Nachtschweiß gibt, sollte man bei fokaler Hyperhidrose die Antitranspiranzien stets abends anwenden.

Reicht die Wirkung auch nach mehreren Wochen der Anwendung nicht aus, können weitere Therapiemöglichkeiten hinzugezogen werden.


Hinweis: Aluminiumsalze standen lange unter Verdacht, krebserregend zu sein. Der aktuelle Stand der Forschung sieht diese These jedoch als nicht belegt. Daher ist der Einsatz von Antitranspiranzien bei der Hyperhidrose-Behandlung durchaus zu empfehlen. Die Produkte sollten jedoch sparsam und gegebenenfalls nicht auf beispielsweise frisch rasierte Achseln aufgetragen werden.

Hyperhidrose Behandlung: #2 Leitungswasser-Iontophorese

Die Leitungswasser-Iontophorese eignet sich vorrangig bei Hyperhidrose an den Händen und Füßen. Die betroffenen Körperteile werden zu Beginn mehrmals wöchentlich für 20 bis 30 Minuten in Stromwasser gebadet. Nach einer Schulungsphase kann die Behandlung von den Hyperhidrose-Patienten auch eigenständig zu Hause durchgeführt werden. Sobald sich eine Wirkung zeigt, kann die Anwendung auf ein- bis zweimal wöchentlich reduziert werden. Für einen Behandlungserfolg muss die Anwendung jedoch dauerhaft erfolgen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Iontophorese bei palmarer Hyperhidrose konnte durch klinische Studien belegt werden.

Im Prinzip eignet sich die Leitungswasseriontophorese auch bei der axillären Hyperhidrose. Jedoch ist sie aufwendiger durchzuführen, da das Stromwasser mit einem Schwämmchen auf die Achselhöhlen aufzutragen ist. Außerdem sind Sicherheit und Wirksamkeit hier weniger gut belegt.



Hyperhidrose Behandlung: #3 Botox

Zeigt die Behandlung der Hyperhidrose mit Antitranspiranzien keinen gewünschten Erfolg, kann die Therapie auch direkt mit Botulinumtoxin A fortgesetzt werden. Das bekannte Nervengift wird in der ästhetischen Medizin zur Faltenbehandlung genutzt. Zur Behandlung von Hyperhidrose ist die Therapie mit Botulinumtoxin am besten untersucht und kann als wirksamste Therapie bei fokaler Hyperhidrose an den Achseln betrachtet werden. Doch auch an den Händen und Füßen kann Botox genutzt werden. Das Nervengift wird an mehreren definierten Punkten injiziert, um eine Schweißreduktion zu bewirken. Das Botulinumtoxin A blockiert vorübergehend bestimmte Nervenfasern an den Schweißdrüsen, sodass die Schweißbildung gehemmt wird. Da die Wirkung mit der Zeit abnimmt, müssen die Injektionen nach einigen Monaten wiederholt werden. Normalerweise sind ein bis zwei Behandlungen pro Jahr nötig, um eine weitgehende bis vollständige Beschwerdefreiheit sicherzustellen. Die individuelle Häufigkeit der Behandlung mit Botox hängt vom Schweregrad der Hyperhidrose, der verabreichten Dosis und dem individuellen Leidensdruck ab. Starke Nebenwirkungen sind im Bereich der Achselhöhlen nicht bekannt. An den Händen kann es vorübergehend zu einer geschwächten Handmuskulatur kommen.

Hyperhidrose Behandlung: #4 Behandlung mit Radiofrequenz, Mikrowellen oder Ultraschall

Die Therapie mit Radiofrequenz, Mikrowellen oder Ultraschall schädigt die Schweißdrüsen durch Wärme, die unter die Haut zugeführt wird. Die Schweißbildung soll dadurch verringert werden. Da die Wirkung jedoch nicht selektiv ist, können auch umliegende Nervenstrukturen geschädigt werden. Aus diesem Grund werden die Methoden nur im Achselbereich angewendet. Für gewöhnlich wird nach einer einzigen Anwendung eine zufriedenstellende Wirkung erzielt. Ist das nicht der Fall, sind andere Methoden wie z.B. die Injektionstherapie mit Botox zu bevorzugen.



Hyperhidrose Behandlung: #5 Chirurgische Behandlung

Zeigen die eben genannten konservativen Therapien keine Wirkung, kann die chirurgische Behandlung in einer Klinik für die Hyperhidrose-Patienten eine mögliche Alternative sein. Es gibt zwei verschiedene chirurgische Verfahren, die bei schwerer Hyperhidrose in Betracht gezogen werden können.

  • Schweißdrüsenentfernung: Das Verfahren eignet sich bei axillärer Hyperhidrose. Dabei werden unter Betäubung die Schweißdrüsen entfernt. Hierfür kommt entweder ein scharfer Löffel oder aber Laser- bzw. Absaugtechniken zum Einsatz.

  • Sympatihkus-Blockade: Für die Hände, Füße und das Gesicht kommt die Entfernung der Schweißdrüsen nicht infrage. Hier wird mithilfe von elektrischem Strom ein Nervenstrang im Brustkorb (Thorax) unterbrochen, wodurch sich die Stimulation der Schweißdrüsen verringert. Die Hyperhidrose lässt sich an diesen Körperstellen durch den Eingriff dauerhaft behandeln. Häufig kommt es aber in Folge zu verstärktem Schwitzen in anderen Bereichen (kompensatorisches Schwitzen).



Hyperhidrose Behandlung: #6 Systemische Therapien

Vor allem bei generalisierter Hyperhidrose kann zusätzlich eine systemische Therapie eingesetzt werden. Der Arzt verschreibt Tabletten, sogenannte Anticholinergika, die sich entspannend auf das Nervensystem auswirken, wodurch die Schweißbildung kurzzeitig reguliert wird. Solche orale Anticholinergika können ergänzend zu allen anderen Behandlungsmaßnahmen eingesetzt werden, um das Schwitzen über mehrere Stunden zu kontrollieren. Aufgrund häufiger Nebenwirkungen wie z.B. Mundtrockenheit oder Herzrasen werden die Tabletten für gewöhnlich nicht als Dauerbehandlung angewendet.


Orale Anticholinergika können ergänzend zu allen anderen Interventionen der fokalen

Hyperhidrose eingesetzt werden. Sie können helfen, situativ das Schwitzen über mehrere

Stunden zu kontrollieren. Andere Behandlungsmaßnahmen ersetzen sie nicht. In seltenen Fällen können auch andere Medikamente verordnet werden, die systemisch wirken. Dazu zählen beispielsweise Psychopharmaka, Sedativa oder Betablocker. Zur Wirkung bei Hyperhidrose gibt es hier jedoch keine Studien. Experten empfehlen den Einsatz daher nur in Einzelfällen, wenn die psychische Belastung aufgrund der Erkrankung im Vordergrund steht oder eine sekundäre Hyperhidrose infolge einer psychischen Krankheit vorliegt.





Ist extremes Schwitzen heilbar?

Die gute Nachricht: Die primäre Hyperhidrose begrenzt sich meist auf die Zeit der Pubertät und des jungen Erwachsenenalters. Mit zunehmendem Alter verschwindet sie also für gewöhnlich von selbst.

Steckt eine Hormonstörung hinter der Hyperhidrose kann diese auch von allein “heilen”, wenn das ursächliche Problem behandelt wird. Die Hyperhidrose-Behandlung kann das übermäßige Schwitzen für gewöhnlich gut in den Griff bekommen und für eine anhaltende Trockenheit sorgen. Eine vollständige Heilung wird in 75 bis 95 Prozent der Fällen erreicht - bei palmarer Hyperhidrose sind die Erfolgsaussichten höher als bei der axillären Hyperhidrose.





Fazit


Die Hyperhidrose bezeichnet ein krankhaft starkes Schwitzen, das oft mit erheblichen Verringerung der Lebensqualität einhergeht. Für die primäre Hyperhidrose, die oft örtlich begrenzt auftritt, gibt es keine inneren oder äußeren Ursachen. Demgegenüber ist die sekundäre Hyperhidrose oft eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, z.B. hormoneller Störungen. Diagnostiziert wird die Hyperhidrose über ein Anamnesegespräch sowie weitere Untersuchung. Die Behandlung der Hyperhidrose folgt oft stufenweise. Es werden je nach Verträglichkeit und Wirkung verschiedene Therapieverfahren eingesetzt. Mit Antitranspiranzien, Botox, der Iontophorese oder auch operativen Eingriffen lässt sich die Hyperhidrose gut behandeln und das krankhafte Schwitzen so dauerhaft reduzieren.





 

Quellen: