• Sandra Ruben

Lipödem: Wie kann man es behandeln?


Sehr voluminöse Arme und Beine, aber eine schlanke Körpermitte, Hände und Füße. Wir verraten, was Sie gegen das schmerzhafte und psychisch belastende Lipödem tun können!




Ein Lipödem wird vor allem im Anfangsstadium von Laien oft für eine gewöhnliche Adipositas gehalten. Dabei handelt es sich um eine meist schmerzhafte Fettverteilungsstörung in den Beinen und / oder Armen, die bei Nichtbehandlung schwerere Komplikationen mit sich bringen kann. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen. Jetzt mehr über die Erkennungsmerkmale, Ursachen und Behandlung von Lipödemen erfahren!





Was ist ein Lipödem?



Beim Lipödem handelt es sich um eine chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörung, die vor allem in den Armen und / oder Beinen auftritt. Häufig lagert sich in das Gewebe zusätzlich Wasser ein. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen, weshalb ein Zusammenhang zwischen dem weiblichen Hormonhaushalt und der Entstehung eines Lipödems vermutet wird. Oft tritt ein Lipödem in Folge von hormonellen Umstellungen wie während der Pubertät oder einer Schwangerschaft auf.


Das Lipödem befällt überwiegend die Hüfte und Oberschenkel, während der restliche Körper normale Proportionen aufweist. Daher wird auch oft vom “Reiterhosensyndrom” gesprochen.


Oft betrifft das Lipödem auch sehr schlanke Frauen, es muss also keine Verbindung zwischen einem Lipödem und allgemeinem Übergewicht geben.


Je nach äußerem Erscheinungsbild und dem Ausmaß der Fettansammlungen, wird das Lipödem in drei Krankheitsstadien unterschieden:


  1. Im ersten Stadium ist das Fettgewebe der verdickten Unterhaut meist gleichmäßig verteilt und die Hautoberfläche erscheint glatt. Daher wird das Lipödem in diesem Stadium oft mit einer klassischen Adipositas verwechselt.

  2. Das zweite Stadium zeichnet sich durch die Bildung von knotenartigen Strukturen im Unterhautfettgewebe aus. Auf der Haut sind Unebenheiten, Wellen und größere Dellen sichtbar.

  3. Im dritten Stadium bildet das deutlich vermehrte und verhärtete Fettgewebe Überhänge und tiefe Furchen. Diese Fettwülste bilden sich überwiegend an den Innenseiten der Oberschenkel und den Knien.





Welche Symptome treten bei einem Lipödem auf?



Bei einem Lipödem ist das Unterhautfettgewebe vermehrt. Die sichtbaren Fettablagerungen betreffen meist die Beine, seltener auch die Arme und zeichnen sich insbesondere durch ihre Symmetrie aus, das heißt beide Körperseiten sind betroffen. Der Rumpf sowie Hände und Füße bleiben von der Fettverteilungsstörung unversehrt, weshalb es zu dem charakteristischen Missverhältnis zwischen den Proportionen des schlanken Oberkörpers und der voluminösen unteren Hälfte des Körpers kommt. Dies wirkt sich oft auf das Selbstwertgefühl aus und wird von vielen Betroffenen als psychische Belastung empfunden.


Zusätzlich zu den sichtbaren Fettablagerungen kommt es auch zu einer erhöhten Druckempfindlichkeit der Haut, allgemeinen Spannungsschmerzen und einer verstärkten Neigung zu Blutergüssen.


Im Gegensatz zu einer klassischen Wassereinlagerung (Ödem) ist die Lipödem-Schwellung normalerweise weich und lässt sich daher nicht (oder nur kaum) durch das Hochlagern der Beine verringern.


Insbesondere dann, wenn das Lipödem nicht behandelt wird, kann es zu weiteren, teils schwerwiegenden Folgeerscheinungen kommen. Hierzu zählen das Wundscheuern der Haut beim Gehen, die Entstehung eines Lymphödems bis hin zu Fehlstellungen und Gelenkverschleiß.





Welche Ursachen hat ein Lipödem?



Die Ursachen für die Entstehung eines Lipödems sind bislang nicht vollständig geklärt. Da fast ausschließlich Frauen davon betroffen sind, wird ein Zusammenhang mit dem weiblichen Hormonsystem vermutet. Auch, da das Lipödem meist in Folge einer hormonellen Veränderung auftritt.


Außerdem wird vermutet, dass die Entstehung eines Lipödems genetisch veranlagt ist, da oft mehrere Familienmitglieder an einem Lipödem erkranken. Wahrscheinlich sind hier die Gene, die für den Aufbau von Gefäßen verantwortlich sind, von Relevanz.





Behandlung: Was hilft gegen ein Lipödem?



Die Lipödem Behandlung zielt hauptsächlich darauf ab, bestehende Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf abzumildern. Dies liegt vor allem daran, dass es aufgrund der fehlenden Ursache des Lipödems bislang keine Heilung gibt.


Es gibt konservative und operative Behandlungsmethoden. Zunächst wird meist die konservative Behandlung empfohlen.


Konservative Behandlung des Lipödems


  • Physiotherapie und der Einsatz von Kompressionsstrümpfen


Regelmäßige manuelle Lymphdrainagen und der Einsatz von Kompressionsstrümpfen sorgen dafür, dass die Beine entstaut werden und die Schwellung der Haut zurückgeht.


  • Sport


Wassersportarten sind am besten geeignet, da diese ähnlich wie die Lymphdrainage und die Kompressionsstrümpfe wirken. Außerdem sind sie besonders gelenkschonend. Regelmäßige Bewegung fördert die Mobilität und Beweglichkeit. Vor allem, wenn zusätzlich zum Lipödem eine Adipositas besteht, ist das Abnehmen essenziell.


  • Hautpflege


Eine abgestimmte Hautpflege kann das Auftreten von Entzündungen und Infektionen im betroffenen Bereich verhindern. Damit die Haut nicht trocken und rissig wird, sollte sie regelmäßig eingecremt werden.


  • Psychische Behandlung


Die psychische Unterstützung ist ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie. Viele Betroffene leiden an Depressionen, Angst- und oft auch Essstörungen und sollten daher psychologisch unterstützt werden.



Operative Behandlung des Lipödems


Eine chirurgische Behandlung des Lipödems mittels einer Fettabsaugung (Liposuktion) ist ebenso möglich. Das krankhafte Unterfettgewebe wird hier dauerhaft entfernt. Ein operativer Eingriff ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Beschwerden trotz der konservativen Therapie nicht abklingen oder weiter zunehmen. Hier ist zu beachten, dass die Kosten der operative Behandlung des Lipödems nicht in allen Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Die Liposuktion gilt langfristig als sehr effektiv, rund ein Viertel der operierten Patienten benötigt im Anschluss keine Therapie mehr.


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