• Anni Keller

Gibt es ein Wundermittel gegen Tränensäcke?

So werden Sie die unliebsamen Tränensäcke wieder los!

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Nicht nur Augenringe lassen uns am Morgen erschöpft aussehen. Auch Tränensäcke sorgen für ein müdes Erscheinungsbild, vor allem wenn sie stark geschwollen sind. Doch was steckt eigentlich hinter den Tränensäcken? Woher kommen sie und was kann man dagegen tun? Gibt es ein Wundermittel? Jetzt mehr erfahren!





Inhaltsverzeichnis





Was sind Tränensäcke?



Prinzipiell hat jeder Mensch Tränensäcke. Sie befinden sich am nasenseitigen Augenwinkel und sind im normalen Zustand nicht sichtbar. Kommt es jedoch zu einer Störung des Lymphflusses oder sogar zu einem Lymphstau, kann die Flüssigkeit nicht mehr richtig abfließen und sammelt sich im Gewebe unterhalb der Augen. Dadurch schwillt der Bereich an und es entsteht das, was wir unter Tränensäcken verstehen. Da die Haut im Augenbereich besonders dünn ist, werden solche Schwellungen am Morgen besonders deutlich sichtbar.





Welche Ursachen haben Tränensäcke?



Die Entstehung von Tränensäcken hängen mit dem natürlichen Alterungsprozess der Haut zusammen. Mit zunehmendem Alter wird das Bindegewebe schwächer, wodurch die Haut an Spannkraft verliert und erschlafft. Auch das Muskel- oder Fettgewebe kann erschlaffen, wodurch die Schwellungen sichtbar hervortreten. Dadurch kann es auch zu einer hängenden Hautfalte kommen, die meist permanent sichtbar ist und nicht von allein wieder verschwindet.


Tränensäcke können durchaus auch erblich bedingt sein. Wie auch bei Augenringen und Falten, können Tränensäcke durch externe Ursachen ausgelöst werden. Hierzu zählen:


  • Schlaf- oder Flüssigkeitsmangel

  • Stress

  • Ungesunde Ernährung

  • Alkohol- oder Nikotinkonsum

  • UV-Strahlung

  • Allergien


Können Tränensäcke auch Anzeichen einer Krankheit sein?


In den meisten Fällen sind Tränensäcke harmlos. Erst dann, wenn sie andauernd vorhanden sind oder mit der Zeit sogar größer werden, ist ein Arztbesuch ratsam. In diesem Fall können die Tränensäcke Symptome von ernsthaften Krankheiten sein. Krankheiten, die Tränensäcke auslösen können, sind unter anderem: Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Nieren- oder Herzschwächen und Tumore.





Tränensäcke weg in 2 Minuten?!



Sind die Augen am Morgen geschwollen, gibt es einige Sofortmaßnahmen, die die vorübergehenden Tränensäcke effektiv lindern. Hierfür braucht es keinen Weg in die Apotheke, denn Hausmittel erfüllen den Zweck sehr gut.


Der Mythos, dass Tränensäcke durch Backpulver weggehen, stimmt hingegen nicht. Bei Augenringen hilft Backpulver, da es bleichend und neutralisierend wirkt. Gegen die Tränensäcke kann das Backpulver aber nichts ausrichten.


Soforthilfe: Hausmittel gegen Tränensäcke


Kalte Löffel: Die Schwellung lässt sich gut mit kalten Löffeln lindern. Hierfür einfach zwei Löffel am Abend in den Kühl- oder Gefrierschrank legen und am Morgen sanft auf die geschwollenen Tränensäcke drücken. Auch ein kalter Waschlappen kann schon helfen.


Abgekühlte Teebeutel: Koffein, das in schwarzem und grünem Tee enthalten ist, kann Schwellungen effektiv lindern. Der Tee wirkt außerdem beruhigend.


Gurken: Die Gurkenscheiben kühlen und spenden der Haut gleichzeitig viel Feuchtigkeit. So können Tränensäcke nicht nur akut verringert, sondern bei der regelmäßigen Anwendung sogar vorgebeugt werden.


Quark: Auch Quark versorgt die Haut mit einer Extraportion Feuchtigkeit und lässt die Schwellungen durch die Kühlung abklingen. Einfach zwei Teelöffel Quark entweder direkt auf das ganze Gesicht oder nur die Augenpartie geben und etwa 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit einem lauwarmen, feuchten Tuch abwischen.


Tipps: Tränensäcke mit Make-Up kaschieren


Bei der Hautpflege sollten bevorzugt Cremes verwendet werden, die Hyaluronsäure, Retinol oder auch Urea enthalten. Diese Stoffe sorgen für Feuchtigkeit und straffen die Haut bzw. polstern sie optisch auf. Urea hilft, die Elastizität zu erhalten.


Mit Make-Up, vor allem Concealern, lassen sich Tränensäcke meist gut kaschieren. Cremige Concealer sind hierfür am besten geeignet. Der Farbton sollte entweder den gleichen Ton haben oder ein Ton heller sein als die eigene Haut. Ist er zu hell, wird der Fokus auf die Tränensäcke eher verstärkt.





Was hilft noch gegen Tränensäcke?



Die Hausmittel bewirken bei akut geschwollenen Tränensäcke eine rasche Linderung. Wer jedoch unter erblich bedingten oder stark ausgeprägten Tränensäcken leidet, profitiert hiervon meist nur wenig. Wer langanhaltende Resultate möchte, kommt über eine professionelle Behandlung oder einen operativen Eingriff nicht hinweg.


Tränensäcke unterspritzen


Sind die Tränensäcke noch nicht sehr ausgeprägt und treten vielleicht gemeinsam mit Augenringen in Erscheinung, kann das Unterspritzen mit Hyaluronsäure für eine Besserung sorgen. Hierfür wird Hyaluronsäure gezielt innerhalb der Augenregion gespritzt und so künstliches Volumen erzeugt. Die erschlaffte Haut wird angehoben.


Tränensäcke lasern


Das Lasern der Tränensäcke eignet sich wie auch die Unterspritzung bei eher leichten Tränensäcken. Beim Laser-Skin-Resurfacing können kleine Pölsterchen an Fettgewebe entfernt werden. Die Behandlung erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung. Mithilfe des Lasers werden die angesammelte Lymphe und Fetteinlagerungen der Tränensäcke entfernt. Durch den Laser wird außerdem die überschüssige Haut am inneren Unterlid verdampft und so entfernt. Das Verfahren hinterlässt keine Narben. Zusätzlich wird die Haut gestrafft, da die körpereigene Kollagenbildung durch die Lichtstrahlen angeregt wird.


Das Lasern der Tränensäcke kann die Neuentstehung jedoch nicht verhindern.


Tränensäcke operativ entfernen


Vor allem bei stark ausgeprägten Tränensäcken ist der operative Eingriff die einzige Option. Bei der Unterlidstraffung wird überschüssiges Fettgewebe und Haut entfernt. Die Haut wird gestrafft und mit einer kleinen Naht wieder zusammengenäht. Auch das darunterliegende Bindegewebe kann operativ gestrafft werden. Die Narbe ist in der Regel kaum sichtbar.





Tränensäcke vorbeugen



Der natürliche Alterungsprozess, der die Entstehung von Tränensäcken fördert, lässt sich nicht stoppen. Wie bereits erwähnt gibt es doch weitere Faktoren, die Tränensäcke verursachen können. Daher ist es zielführend, auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr zu achten. Der Konsum von Alkohol und Nikotin sollte möglichst vermieden werden. Wer dann noch genügend schläft und Stress sowie zu viel Sonne meidet, hat die Entstehung von Tränensäcken schon gut eingedämmt.


Die Augenpartie ist besonders empfindlich, weshalb eine geeignete Hautpflege besonders wichtig ist. Cremes spenden der Haut Feuchtigkeit und machen sie elastisch, vor allem wenn Stoffe wie Hyaluronsäure, Retinol oder Urea darin enthalten sind.