• Anni Keller

5 schnelle Tipps gegen fettige Haare über Nacht!

Fettige Haare sind nicht schön, lassen sich aber mit einigen Tipps und Tricks verhindern!


Fettige Haare über Nacht: Was tun?

Am Abend hat man sich erst die Haare gewaschen und am nächsten Morgen sind sie schon wieder fettig. Ein Problem, von dem nicht nur Mädchen und Jungen in der Pubertät betroffen sind. Fettige Haare über Nacht sind zwar ärgerlich, lassen sich aber mit einigen Tipps vermeiden. Wir verraten neben den häufigsten Ursachen für fettiges Haar in diesem Artikel auch nützliche Styling-Tipps und die besten Methoden, wie man fettiges Haar loswerden kann!

Inhaltsverzeichnis:




Was sind die Ursachen für fettige Haare?


Der Körper besitzt überall unzählige Talgdrüsen, die Fett produzieren. Sie befinden sich auch in der Kopfhaut und in den Haarwurzeln. Der Talg schützt die Kopfhaut vor dem Austrocknen und macht das Haar geschmeidig. Dieser Prozess ist ganz normal und auch nicht unerwünscht.

Problematisch wird es aber, wenn die Talgdrüsen zu viel Talg produzieren. Dann wirken die Haare leider schnell fettig und strähnig. Solch eine übermäßige Talgproduktion kann verschiedene Ursachen haben.


Genetik

Manche Menschen produzieren generell mehr Talg als andere. Das ist genetisch bedingt und zeigt sich neben fettigen Haaren oft auch an einer allgemein öligen Haut. Es lohnt sich also herauszufinden, ob fettiges Haar auch bei anderen Familienangehörigen ein Haarproblem ist. Auch Personen mit feinem Haar (die Haardichte wird von der Genetik bestimmt) neigen schnell zu fettigen Haaren. Einerseits liegt feines Haar meist platt an der Kopfhaut an. Andererseits kann der Talg besser an den feinen Haaren hinabgleiten. Beides sorgt dafür, dass die Haare schneller fettig werden und strähnig aussehen.



Hormonelle Umstellungen

Besonders Frauen durchlaufen in ihrem Leben mehrere Phasen, die mit großen hormonellen Veränderungen einhergehen. Besonders während der Pubertät oder während einer Schwangerschaft können diese hormonellen Umstellungen die Talgproduktion anregen. Auch die Einnahme, der Wechsel oder das Absetzen der Anti-Baby-Pille kann die Bildung von Talg verstärken. Als Folge werden die Haare schneller fettig.



Stress

Bei anhaltendem Stress schüttet der Körper verstärkt Stresshormone aus. Cortison und Adrenalin regen die Talgproduktion an und fördern außerdem Entzündungen. Die Aktivität der Talgdrüsen in der Kopfhaut wird stimuliert und die Haare werden schneller fettig.



Ungesunde Ernährung

Fettige Haare können auch das Ergebnis einer einseitigen Ernährung sein. Fehlt es dem Körper an Vitaminen und Mineralstoffen und wird er stattdessen mit vielen ungesunden Fetten und Zucker versorgt, verstärkt das die Aktivität der Talgdrüsen.


Was fördert fettige Haare?


Häufig sorgt ein Zusammenspiel aus verschiedenen Ursachen für fettige Haare. Neben inneren Faktoren und dem Lebensstil können auch andere Einflüsse fettige Haare fördern. Dazu zählen zum Beispiel:


  • Häufiges Haarewaschen: Die Haarwäsche dient in erster Linie dazu, die Haare zu entfetten und von Schmutz zu befreien. Regelmäßiges Haarewaschen ist auch äußerst wichtig, um zu verhindern, dass sich Bakterien oder Hefepilze ausbreiten. Trends wie “No-Poo” werden von Experten mittlerweile sogar als eher schädlich für die Haut- und Haargesundheit gesehen. Aber: Wer die Haare zu oft wäscht, sorgt nur dafür, dass sie noch schneller fettig werden. Die tägliche Haarwäsche regt die Talgdrüsen an, mehr Talg zu produzieren. Schnell ist man in einem Teufelskreis aus fettigen Haaren und häufiger Haarwäsche gefangen.

  • Kopfbedeckungen: Gerade bei fettigen Haaren greift man gern zu Hüten, Kappen, Tüchern oder Mützen, um diese zu kaschieren. Doch die schmückende Kopfbedeckung kann die Haarprobleme nur noch zusätzlich verstärken und die Talgproduktion anregen.

  • Medikamente: Zu den Nebenwirkungen einiger Medikamente zählt eine erhöhte Talgproduktion. Das gilt besonders für Medikamente, die sich auf den Hormonhaushalt auswirken.

  • Verschmutzte Bürsten: Hand auf’s Herz - kaum jemand denkt daran, Bürsten und Kämme regelmäßig zu reinigen. Bestenfalls werden gelegentlich die Haare herausgezupft. Doch in der Bürste sammelt sich Unmengen an Schmutz, Styling-Produkten, Talgresten und Hautschüppchen. All das kämmt man sich in die (frisch gewaschenen) Haare und sorgt so dafür, dass sie schnell wieder strähnig werden.

  • Heißes Wasser: Sowohl durch heißes Wasser, als auch durch heiße Föhnluft wird die Fettproduktion verstärkt. Auch die Kopfhaut wird stärker gereizt.

  • Starkes Schwitzen: Auch eine erhöhte Schweißproduktion kann fettige Haare fördern. Eine hohe Schweißproduktion lässt den Talg flüssiger werden, wodurch er sich leichter im Haar verteilt und für eine strähnige Optik sorgt. Auch Schmutz verteilt sich in den Haaren, weshalb sie matt und fettig aussehen.





Warum bekommt man über Nacht fettige Haare?


Am Abend geht man mit frisch gewaschenen Haaren ins Bett und wacht am nächsten Morgen mit einer strähnigen Mähne auf. Ein Haarproblem, das viele kennen. Doch warum bekommt man fettige Haare über Nacht?


Grundsätzlich sind davon oft Personen betroffen, die aus den oben genannten Gründen ohnehin schon zu fettigen Haaren neigen. Hat man die Haare am Vortag gewaschen, können auch einfach Reste der Styling- oder Haarpflegeprodukte für eine fettige Optik sorgen. Oft ist auch ein zu warmes Schlafzimmer das Problem: Wir schwitzen, wodurch fettige Haare gefördert werden. Auch die Reibung der Haare auf dem Kopfkissen sorgt dafür, dass sich der Talg vermehrt in den Haaren verteilt und sie so strähnig werden lässt.





Was tun gegen fettige Haare? 5 schnelle Tipps!


Um fettige Haare in den Griff zu bekommen, sollte man die Ursache dahinter ergründen. Werden dann Schritt für Schritt die Gewohnheiten entsprechend anpasst und bei der Haarpflege auf spezielle Produkte oder auch Hausmittel zurückgegriffen, ist fettiges Haar im Nu ein Problem aus der Vergangenheit. Was tun gegen fettige Haare über Nacht? Wir verraten schnelle Tipps!



Tipp #1: Haare nicht täglich waschen

Mit diesem Tipp wird man die fettigen Haare zwar nicht über Nacht los, aber er ist trotzdem die effektivste Lösung. Oft ist die tägliche Haarwäsche die Ursache der fettigen Haare. Der natürliche Schutzfilm wird abgewaschen und die Talgdrüsen werden angeregt, mehr Talg nachzulegen. Tatsächlich gewöhnen sich die Talgdrüsen an diesen Rhythmus und produzieren schneller Fett. Es ist aber möglich, die Talgdrüsen praktisch umzutrainieren. Statt jeden Tag sollte man die Haare nur jeden zweiten Tag waschen. Anfangs mag das zwar etwas unangenehm sein, die Talgdrüsen gewöhnen sich aber an den neuen Rhythmus und bilden weniger Talg. Bei Bedarf lässt sich die Häufigkeit der Haarwäsche dann auch noch weiter reduzieren, sofern kein anderes Problem Schuld am fettigen Haar ist.

Tipp #2: Conditioner nur in die Haarlängen und -spitzen geben

Ein einfacher Fehler, den viele machen: Den Conditioner im gesamten Haar verteilen. Da sind ein strähniger Look und fettige Haare vorprogrammiert. Spülungen spenden dem Haar und der Kopfhaut Feuchtigkeit und lassen sie geschmeidig werden. Gibt man sie jedoch in den Ansatz, sorgt das schnell für fettige Haare. Also gilt: Conditioner ist nur für die Längen und die Spitzen, eine kleine Menge genügt!



Tipp #3: Trockenshampoo

Trockenshampoo ist der schnellste Trick gegen fettiges Haar. Das feine Puder absorbiert überschüssiges Fett und lässt fettiges Haar wieder frisch aussehen. Außerdem sorgt das Trockenshampoo für Volumen und macht das Haar griffiger, weswegen es auch vor dem Styling und bei feinem Haar sehr beliebt ist.


Besonders wirksam ist es, das Trockenshampoo nicht erst am Morgen, sondern schon vor dem Schlafengehen zu benutzen. Dann kann es seine Wirkung entfalten und fettige Haare über Nacht verhindern. Am Morgen wacht man mit frischen Haaren auf, die sich außerdem gut stylen lassen. Aber: So gut Trockenshampoo gegen fettige Haare auch ist, man sollte es nicht zu oft verwenden. Andernfalls kann es die Kopfhaut austrocknen. Außerdem kann es die Haarwäsche auf Dauer nicht ersetzen und es lagern sich mit der Zeit Bakterien, Pulverrückstände, Schmutz und Talg auf der Kopfhaut ab.



Tipp #4: Frische Luft

Viele verstecken ihr fettiges Haar gern unter Mützen oder im Sommer unter Kappen. Dabei wird die Problematik gerade durch die Wärme und das Schwitzen noch gefördert und die Haare werden schneller fettig. Um fettige Haare zu vermeiden, sollte man genügend Luft an das Haar lassen und auf Kopfbedeckungen möglichst verzichten. Besonders salzige Luft kann sich förderlich auf die Talgproduktion auswirken und fettige Haare hinauszögern.

Tipp #5: Kalt föhnen

Heiße Föhnluft oder übermäßiges Hitzestyling mit Glätteisen, Lockenstab und Co. schädigt auf Dauer nicht nur die Haarstruktur, sondern lässt die Haare auch schneller fettig werden. Wer seine fettigen Haare loswerde möchte, sollte das Haar also lufttrocknen lassen oder auf kalter Temperaturstufe föhnen.





Die besten Hausmittel gegen fettige Haare


Nicht nur spezielle Produkte gegen fettiges Haar können Abhilfe schaffen. Auch einige Hausmittel sind eine geeignete Lösung, um fettige Haare zu kaschieren oder loszuwerden.

  • Babypuder: Als Hausmittel ersetzt Babypuder das Trockenshampoo. Besonders praktisch, wenn man gerade keines zu Hause hat. Auch hier saugt das Puder das überschüssige Fett auf und sorgt für griffige Haare. Dabei gibt man das Babypuder auf die Kopfhaut bzw. den Haaransatz und klopft es sanft ein. Das übrige Pulver wird hinaus gebürstet. Vorübergehend verschwindet so der fettige Haaransatz.

  • Heilerde: Auch Heilerde gehört in die Trickkiste gegen fettiges Haar. Man verrührt etwa 10 EL Heilerde mit 200 Milliliter Wasser, bis sich eine dickflüssige Masse bildet. Diese verteilt man auf der Kopfhaut und lässt die Mischung für 15 bis 20 Minuten einwirken. Danach mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen. Die selbstgemachte Haarkur saugt das Fett auf und verhindert, dass die Haare schnell nachfetten. Außerdem öffnet sie verstopfte und verhornte Talgdrüsen und verhindert so die Schuppenbildung.

  • Tomaten: Tomaten sind nicht nur ein gutes Hausmittel bei fettiger Haut, sondern auch bei fettigen Haaren. Die enthaltene Salicylsäure absorbiert überschüssiges Fett, öffnet verstopfte Talgdrüsen und kann den pH-Wert der Kopfhaut regulieren. Als Tomaten-Haarmaske zerdrückt man eine reife Tomate. Optional kann man auch etwas Heilerde hinzugeben. Die Masse verteilt man in den Haaren und massiert sie gründlich in die Kopfhaut ein. Danach wickelt man etwas Folie um die Haare und bedeckt den Kopf mit einem Handtuch. Durch die Wärme kann die Mischung noch besser einziehen. Nach 30 Minuten mit kaltem oder lauwarmem Wasser auswaschen. Die Maske kann 2-mal wöchentlich wiederholt werden.

  • Apfelessig: Apfelessig ist ein wahres Universal-Hausmittel. Ähnlich wie die Salicylsäure in den Tomaten reguliert auch die Essigsäure den pH-Wert der Kopfhaut und die Fettproduktion. Eine sogenannte Saure Rinse - bestehend aus 2 bis 3 EL Apfelessig und 150 ml Wasser verhindert nicht nur fettiges Haar, sondern sorgt auch für gesunden Glanz.

  • Pfefferminztee: Innerlich kann Pfefferminztee die übermäßige Talgbildung regulieren und die Haare und die Kopfhaut entfetten. Außerdem versorgt er die Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen und sorgt für Glanz. Aufgetragen als Tinktur versorgt das ätherische Öl der Pfefferminze die Haarwurzeln und beruhigt die Kopfhaut. Nicht nur die Fettproduktion wird reguliert, sondern auch die Durchblutung verbessert und Juckreiz gelindert.



Welche Ernährung hilft bei fettigem Haar?


Nicht nur die Pflege hat einen Einfluss darauf, ob Haare schnell fettig werden. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei fettiger Haut und fettigen Haaren. Folgende Tipps sorgen nicht nur für schöne Haut, sondern auch im Kampf gegen fettiges Haar.


Vermeiden sollte man:

  • Zucker, einfache Kohlenhydrate (z.B. Weißbrot)

  • Alkohol

  • einseitige Ernährung, Vitamin- und Nährstoffmangel


Oft in den Speiseplan integrieren sollte man:

  • Obst und Gemüse

  • Stilles Wasser, ungesüßter Kräutertee

  • Haferflocken

  • Nüsse





Fazit: Was tun gegen fettige Haare über Nacht?


Fettige Haare sind für die Betroffenen oft nervig. Vor allem, wenn man schon am Morgen mit strähnigen Haaren aufwacht, die platt am Kopf hängen. Wie auch bei fettiger Haut sind vor allem die Genetik, hormonelle Veränderungen und äußere Einflüsse wie Stress und eine unausgewogene Ernährung für fettiges Haar verantwortlich. Doch auch falsche Pflege wie häufiges Haarewaschen oder zu viele Styling-Produkte und Kopfbedeckungen sorgen für fettiges Haar und reizen die Kopfhaut. Wer fettiges Haar loswerden möchte, sollte nicht nur auf Produkte zurückgreifen, die für fettige Haare entwickelt worden sind. Auch Trockenshampoo und kaltes Föhnen helfen. Beliebte Hausmittel gegen fettige Haare sind Babypuder, Heilerde und sogar Tomaten. Auch eine gesunde Ernährung kann fettiges Haar von innen regulieren.





 

Quellen: