Straffe Haut im Alter: Die besten Tipps!

Wie kann die Haut wieder straff werden?


straffe haut im alter
Wir verraten die besten Tipps für straffe Haut!

Dass die Haut mit zunehmendem Alter schlaffer wird, zeigt sich nicht nur durch Falten im Gesicht, sondern auch in Form von hängender Haut und Dellen am Körper. Auch wenn lange geglaubt wurde, dass nur die Genetik verantwortlich ist, fördern insbesondere äußere Einflüsse die Hautalterung. Das bedeutet aber auch, dass sich schlaffe Haut verhindern oder zumindest hinauszögern lässt! Wir verraten in diesem Artikel die besten Tipps für straffe Haut im Alter.


Inhaltsverzeichnis:



Was sind die Gründe für schlaffe Haut?


Mit dem Alter verändert sich der Körper und mit ihm auch die Haut. Der Alterungsprozess wird im Gesicht, am Hals und dem Dekolleté besonders schnell offensichtlich: Neben Fältchen und Altersflecken zählen auch Augenringe, große Poren und ein fahler Teint zu den sichtbaren Zeichen der Hautalterung. Der Alterungsprozess wird einerseits von unserer Genetik bestimmt, größtenteils aber haben äußere Faktoren einen Einfluss darauf, wie schnell die Haut erschlafft und altert. Schon mit Mitte 20 produziert der Körper weniger Elastin und Kollagen. Die beiden Proteine sind wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und sorgen für die Elastizität und Spannkraft der Haut. Gemeinsam mit der Hyaluronsäure, deren Anteil im Alter ebenfalls abnimmt, speichern sie auch Wasser in der Haut. Daher wird die Haut im Laufe des Lebens nicht nur schlaffer, sondern auch trocken. Die Trockenheit wird noch verstärkt, da die Haut weniger Fett produziert: Die Hautschutzbarriere wird schwächer und Feuchtigkeit geht nach außen verloren. Es bilden sich erste feine Fältchen, die mit der Zeit immer tiefer werden. Das Unterhautfettgewebe wird weniger und die Haut dünner, wodurch sie schnell eingefallen wirkt. Zusätzlich verlangsamen die Zellerneuerung und der Stoffwechsel, weshalb sich die Haut sich nicht mehr so gut von den äußeren schädlichen Einflüssen erholen kann. Nicht zuletzt verschlechtert sich auch die Durchblutung und damit auch die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, wodurch die Haut sichtbar altert.


Je weiter die Hautalterung schon vorangeschritten ist, desto stärker machen sich die äußeren Einflüsse anhand der Haut sichtbar. Schlaffe Haut wird vor allem von übermäßigem Sonnenbaden, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Schlafmangel begünstigt. Auch eine ungesunde Ernährung mit viel Zucker und Fertigprodukten lässt die Haut schneller altern.


Das schwächer werdende Bindegewebe verändert nicht nur das Hautbild im Gesicht, am Hals oder dem Dekolleté. Auch am restlichen Körper beginnt die vorher straffe Haut, zunehmend zu erschlaffen. Sogenannte Winkearme, Orangenhaut und hängende Hautlappen am Bauch sind hier beispielsweise die Folge.



Warum sind auch junge Frauen von schlaffer Haut betroffen?


Noch immer schämen sich viele Frauen für ihre Cellulite. Dabei hat fast jede Frau die Orangenhaut an den Oberschenkeln, dem Bauch oder dem Po - egal ob dick oder dünn, alt oder jung. Genetisch bedingt haben Frauen mehr Fettläppchen in der Unterhaut, die sich im Laufe des Lebens durch den Abbau an Kollagenfasern im Bindegewebe immer weiter ausbreiten. Während die wenigsten gar keine Orangenhaut bekommen, merken die meisten Frauen etwa ab dem 20. Lebensjahr erste Veränderungen an den Oberschenkeln und am Po. Ein festgesetztes Alter gibt es für die Entstehung von Cellulite nicht.


Die Struktur im Bindegewebe sorgt dafür, dass mit der Zeit Dellen immer stärker sichtbar werden. Verstärkt wird das Ganze durch die individuelle Genetik, den Hormonhaushalt und die Neigung zu Wassereinlagerungen. Es ist ein Gerücht, dass schlanke Frauen nicht von Cellulite betroffen sind - tatsächlich spielt das Gewicht kaum eine Rolle. Dennoch gilt: Bei sportlichen Frauen mit einem geringen Körperfettanteil ist die Haut für gewöhnlich straffer und die Dellen so weniger ausgeprägt. Demgegenüber können auch starke Gewichtsveränderungen die Entstehung von Cellulite, z.B. an den Beinen, begünstigen.

Bei Männern hingegen, deren Bindegewebe anders aufgebaut ist, kommt es nicht zu Cellulite.


Auch im Gesicht kann die Haut schon frühzeitig erschlaffen und Falten bilden. Wie bereits erwähnt handelt es sich hierbei um eine Kombination aus der Genetik und äußeren Einflussfaktoren. Wer sich nicht um seine Haut kümmert, muss dementsprechend schneller mit dem Verlust straffer Haut rechnen.




Woran erkennt man schlaffe Haut?

Während straffe Haut meist eine jugendliche Strahlkraft hat und mit einem rosigen, faltenfreien Hautbild einhergeht, kennzeichnet sich schlaffe Haut durch einen Verlust an Glanz (“Glow”), vermehrte Falten und die verringerte Elastizität. Durch das Volumendefizit verändert sich meist die gesamte Struktur oder Form des Gesichts. Zu den typischen Veränderungen zählen zum Beispiel eingefallene Mundwinkel oder sogenannte Hängebäckchen.

Wie stark ausgeprägt die Cellulite am Körper ist, erkennt man beispielsweise anhand des sogenannten Kneiftests: Man kneift die Haut der Oberschenkel zwischen Zeigefinger und dem Daumen zusammen. Anhand der Optik der Dellen lässt sich das Stadium der Cellulite bestimmen.




Kann Haut wieder straff werden?

Vor allem bei denjenigen, die einen starken Gewichtsverlust hinter sich haben, stellt sich natürlich die Frage, ob die überschüssige Haut sich zurückbilden und wieder straff werden kann. Grundsätzlich handelt es sich beim Bindegewebe nicht um tote Masse, sondern ein lebendes “Organ”. Ob und wie gut sich das Bindegewebe auf eine Gewichtsveränderung einstellen kann und wie straff die Haut letztendlich wieder werden kann, hängt vor allem von der Genetik ab. Der Prozess kann teilweise sogar mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Experten raten daher von einer schnellen und drastischen Gewichtsabnahme ab, weil der Haut die Möglichkeit genommen wird, sich anzupassen. Häufig bleibt schlaffe Haut zurück, die sich nicht mehr zurückbildet. Ist die Haut jedoch nur leicht erschlafft, wie es auch im Gesicht durch die Alterung oft der Fall ist, lässt sie sich durch verschiedene Maßnahmen wieder straffen.




Wie bekommt man straffe Haut im Gesicht?

Für straffe Haut sollte man schon früh in die richtige Pflegeroutine investieren. Je stärker die Hautalterung fortgeschritten ist, umso schwieriger ist es, die Hautalterungsanzeichen zu kaschieren. Sind die Bindegewebsfasern einmal geschädigt, lassen sie sich nach aktuellem Kenntnisstand nicht mehr reparieren. Ist die Haut nicht mehr elastisch genug, bildet sich das Gewebe auch nicht mehr zurück. Daher gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge! Die tägliche Reinigung befreit die Haut von Make-Up-Rückständen, Schweiß und Schmutz. Vor allem die Luftverschmutzung spielt eine immer größer werdende Rolle hinsichtlich des Hautalterungsprozesses: Sowohl Altersflecken als auch Falten und schlaffe Haut werden durch die Umweltbelastung nachweislich begünstigt. Eine milde Reinigung klärt die Haut und sorgt für einen strahlenden und reinen Teint. Mit Beginn der sichtbaren Hautalterung, die schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr einsetzt, sollte man die Hautpflege in Richtung Anti-Aging umstellen. Wichtig ist neben dem täglichen Sonnenschutz auch eine Feuchtigkeitspflege, die nicht nur das Gesicht, sondern auch den Hals und das Dekolleté mit einbezieht. Gut eignet sich zum Beispiel die Aktiv-Moossalbe, die die Hautalterung verlangsamen und auch bereits bestehende Falten glätten kann. Wöchentliche Peelings regen die Zellerneuerung an und können ergänzend mit pflegenden Gesichtsmasken das Hautbild verbessern, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und auf diese Weise länger straff und vital halten.

Etwa ab dem 40. bis 50. Lebensjahr sollten die Pflegeprodukte reichhaltiger sein, um den Fett- und Feuchtigkeitsverlust optimal auszugleichen.



Welche Wirkstoffe helfen für straffe Haut im Alter?


Für eine gesunde, straffe und elastische Haut eignen sich vor allem folgende Wirkstoffe mit Anti-Aging-Effekt:

  • Glycerin

  • Hyaluronsäure

  • Urea

  • Kollagen

  • Omega-3-Fettsäuren

  • Moos-Extrakt

  • Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E

  • Panthenol

  • Ceramide

  • Peptide, Aminosäuren




Was strafft die Haut am Körper?


Für straffe Haut am Körper hilft vor allem eins: Sport. Durch die körperliche Aktivität, vorzugsweise Muskeltraining, wird die Durchblutung im gesamten Körper angeregt. Das fördert die Versorgung der Hautzellen und verbessert so das Hautbild. Werden die Fettzellen durch Muskelzellen ersetzt, ist es schwieriger für die Fettläppchen, sich auszubreiten. Die Haut erscheint und bleibt automatisch straffer - und sieht im Sommer am Strand besonders gut aus. Die Durchblutung ist die Grundlage für einen straffen Körper. möglichst ohne Cellulite. Sie fördert den Stoffwechsel und bewirkt so, dass Stoffe, die das Gewebe verstopfen, abtransportiert werden. Eine gute Durchblutung erreicht man nicht nur durch Sport. Auch Massagen, frische Luft und Wechselduschen regen die Durchblutung an. Wer bei den Massagen auf Öle gegen Cellulite setzt, lässt diese zwar nicht verschwinden, verbessert das Hautbild aber vor allem optisch.




Welche Lebensmittel sind gut für straffe Haut?


Für straffe Haut von innen sorgt die richtige Ernährung. Beraten lassen kann man sich hier von einer Ökotrophologin oder einem Ökotrophologen. Beispielsweise ist Vitamin C nicht nur ein Mittel, äußerlich aufgetragen für straffe und strahlende Haut zu sorgen. Vor allem über bestimmte Nahrungsergänzungs- oder Lebensmittel in die Ernährung integriert, kann es das Bindegewebe stärken und so für straffe Haut beitragen. Vitamin C ist nämlich an der Produktion von Kollagen beteiligt - Falten und Dellen entstehen auf diese Weise gar nicht erst. Lebensmittel, die reich an Vitamin C sind, sind: Brokkoli, dunkle Beeren (z.B. Heidelbeeren, Brombeeren), Zitronen und Paprika. Reich an Antioxidantien und weiteren wichtigen Vitaminen für die Haut (A, C, E) sind vor allem Tomaten. Sie gelten als das Anti-Aging-Lebensmittel, da sie zusätzlich reich an Folsäure, Carotin und Lycopin sind. Auf diese Weise bewirken sie einen natürlichen Anti-Aging-Effekt und können Falten und Cellulite von innen heraus vorbeugen oder sogar glätten. Für straffe Haut ebenfalls äußerst wichtig: Omega-3-Fettsäuren. Diese schützen die Zellen vor den schädigenden Einflüssen, wodurch die straffe, jugendliche Haut länger erhalten bleibt. Besonders effektiv sind fettige Fische (z.B. Wildlachs, Thunfisch, Makrele), pflanzliche Öle wie Leinöl und Olivenöl oder Walnüsse. Neben frischen Lebensmitteln sollte man bei der Ernährung vor allem auch auf ausreichend Flüssigkeit achten. Wasser versorgt die Haut von innen mit Feuchtigkeit. Das stellt nicht nur eine gute Durchblutung und einen guten Stoffwechsel sicher, sondern polstert die Haut auch innerlich auf. Als wahres Anti-Aging-Getränk gilt auch Grüner Tee. Der Tee ist reich an Antioxidantien und kann die Hautzellen so vor der vorzeitigen Alterung schützen.




Fazit: Straffe Haut im Alter - So geht’s!


Um die Haut möglichst straff zu halten, sollte man schon früh mit den Maßnahmen beginnen. Damit sich der Alterungsprozess verlangsamen lässt, sollte man vor allem die Faktoren vermeiden, die ihn schnell vorantreiben: Nicht (ungeschützt) in die Sonne, den Konsum von Alkohol, Nikotin, Zucker und Fertigprodukten meiden sowie Schlafmangel und Stress möglichst verringern. Der altersbedingte, natürliche Abbau von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure lässt sich nicht nur äußerlich durch eine geeignete Anti-Aging-Pflege ausgleichen. Das Bindegewebe kann auch innerlich durch eine gesunde, vitaminreiche Ernährung und viel Wasser gestärkt werden. Sport sorgt am Körper für straffe, elastische Haut. Ist die Haut jedoch schon sehr stark erschlafft, kann sie sich nicht mehr zurückbilden. Dann helfen nur hautstraffende Eingriffe wie das Lifting, Unterspritzen mit Hyaluronsäure und Botox oder eine Lasertherapie.




 

Quellen:

  • Elsässer, S. (2020). Körperpflegekunde und Kosmetik (3. Auflage). Springer Verlag.

  • Krutmann, J. (2019). Luftverschmutzung und Haut. Hautarzt, 70(3), 156-157. DOI: 10.1007/s00105-018-4349-5

  • Pinsky M. A. (2017). Efficacy and Safety of an Anti-aging Technology for the Treatment of Facial Wrinkles and Skin Moisturization. The Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, 10(12), 27–35.